Projekt Laufanalyse

Analyse der Lauftechnik

Einleitung: Die Frage nach der richtigen Lauftechnik ist abhängig von vielen Parametern (z.B. Untergrund, Geschwindigkeit,..) und sicher nur individuell zu beantworten. Der Fersenlaufstil mit seiner Bremswirkung gegen die eigentliche Laufrichtung (Ferse voraus) mit starren Strukturen (Knochen, Gelenken, Bändern) ist insbesondere aus diesen Gründen kritsch zu beachten.

Die Evolution feilt seit Jahrmillionen daran Systeme perfekt zu machen. Laufen als eine der elementarsten Bewegungsform des Menschen sollen wir aber nun seit Mitte der siebziger Jahre unbedingt dämpfen, stützen und führen. Und trotzdem nehmen die Überlastungsschäden insbesondere an den Gelenken und Knochen im Laufsport eher zu als ab.

Die gute Nachricht: die dynamischen Strukturen (Muskeln und Faszien) kann man trainieren! Ausbalanciert sorgen sie dafür, dass die Knochen in den Gelenken richtig zueinander stehen und in der Bewegung harmonieren. Ein geschultes Auge erkennt Schwächen in der Laufbewegung. Kameras oder Sensoren können noch weitere detailiertere Daten erfassen. Wer die Fehler kennt, kann mit den richtigen Übungen gezielt seine Muskulatur und Faszien trainieren und die Laufbewegung verbessern.

In der runcademy werden wir im Herbst alle Läufer mit dem runscribe-Laufsensor laufen lassen. Erste Daten sind bereits erfasst worden. Eine Kombination mit weiteren neuen Erfassungsmethoden ist in Planung. Nach und nach werden wir euch hier die Ergebnisse vorstellen.Das runscribe Laufprojekt. Alle Daten rund um Fussaufsatz, Stoßkräften und Beschleunigungskräften.

Den runscribe Laufsensor gibt es seit Mitte des Jahres 2015. Ende 2015 habe ich erstmal Testläufer mit dem Sensor laufen lassen um bei Laufanalysen zusätzliche Daten zu genierieren. runscribe  – Drei-Achsen-Beschleunigungs-Sensor misst während der Laufbewegung neben der Schrittfrequenz, Bodenkontaktzeit und der Schrittlänge am Fuss die Stoß- und Bremskräfte, Pronationsgeschwindigkeit und – winkel und die Fussbeugung. Aus den gemessenen Werten
wird der Laufstil bestimmt. Die Auswertung der Daten kann somit helfen, Defizite in der Laufbewegung, bzw. resultierende Kräfte im Fussgelenk insbesondere im Seitenvergleich oder unter verschiedenen Geschwindigkeiten zu bewerten.

Pronation, Supination, Überlastungsschäden, Verletzungen

Vorteile/Was kann runscribe: Wie groß sind die Kräfte beim ersten Bodenkontakt? Wie verändern sich die Werte mit zunemender Geschwindigkeit? Wie groß sind die Winkel im Fuß? Wie stabil steht der Fuß? Unterscheiden sich die Werte links und rechts? Mit wenig Aufwand können Dysbalance in der Laufbewegung, schnell und zuverlässig erfasst werden. Wie verändern sich die Werte mit zunehmender Ermüdung?

Wie groß sind die Kräfte?

Nachteile/Was runscribe nicht kann: Zeigen wo die Kräfte enstehen. Runscribe misst nur am Schuh und berücksichtig weder die Körperhaltung noch die Ausgleichsbewegungen des Beckens oder der Knie. Auch nicht die Position der Fusslängsachse. Und beachte: Runscribe misst am Schuh, nicht am Fuß. Runscribe misst die Winkel nicht zur Horizontalen/Vertikalen.

Wie ist der Seitenvergleich?


Wie laufe ich richtig, was kann ich an meinem Laufstil verbessern?

RunScribe Community Data Explorer: Die Wissenschaft und Sportschuhindustrie versucht seit mehrere Jahrzenten zu ergründen was der beste Laufstil ist, wie man Verletzungen vermeiden kann, wie man schneller wird. Bisher gibt es wiedersprüchliche Aussagen und ein Glaubenskrieg ist entfacht zwischen Anhängern verschiedener Lagern. Grundsätzlich ist es einfacher, Dinge zu bewerben und zu verkaufen, die man anfassen kann, die schnellen Erfolg versprechen, als jemanden die Botschaft zu vermitteln, dass es eben nicht am Schuh liegt, sondern an der Muskulatur, der Körperstatik oder der Koordination. Mit Übungen kann man hier weiterhelfen. Am besten täglich. Und über mehere Wochen, wenn nicht sogar Monate, je inaktiver der Alltag (Stichwort „Sitzen“) desto länger das Training… Dann doch lieber den neuen Schuh?!

Why Running shoes do not work

Running form and the Shoe Industry

Und natürlich ist es wieder nicht so einfach. Lösungen können nur individuell sein. Sicher sollte ein Laufschuh gut passen und die richtigen Bewegungen unterstützen. Eine „Laufanalyse“ im Sportschuhfachgeschäft kann hier hilfreich sein, betrachtet jedoch nur den Fuss, nicht den Rest des Körpers. Wie es nicht „den Schuh“ geben wird, gibt es auch nicht „das Training“. Die Abweichung der Bewegungen von Läufern zu Läufern ist groß. Ein Mittelwert kann somit nur noch Tendenzen wiedergeben.

Alle Daten der RunScribe-Sensoren (immerhin schon fast 100.000 Datensätze) werden in die Cloud hochgeladen. Ein Ziel der Entwickler ist es, eine Datenbank aufzubauen, die verlässliche Aussagen machen soll über Zusammenhängen von Stosskräften, Winkelgeschwindigkeiten, Schrittfrequenzen, Alter, Geschlecht, Schmerzen, Untergrund, Laufgeschwindigkeiten und noch weiteren Parametern.
Die Frage bleibt: Welche Aussagekraft haben die Daten?

Ein wenig rumspielen mit den Daten kann man hier:

RunScribe Community Data Explorer

Ein paar Beispiele: Die Geschwindigkeit in der X-Achse ist in Minuten pro Meilen. Dabei sind die Werte links, schneller als 6 Minuten pro Meile (schneller 3′ 45“/km) sicher nur vorsichtig zu interpretieren, da hier vermutlich wenige Datensätze vorliegen. Ähnliches gilt sicher auch für die langsamen Geschwindigkeiten. Die gepunktete Linie gibt den Mittelwert an. Die durchgezogene Linie die Glättung der Mittelwerte. Die Farbflächen die Streuung.

Fussaufsatz und Untergrund (in der RunScribe-Metrik entspricht der Vorfuss- einem Wert um 12 und Fersenlaufstil um 3). Der Trailrunner scheint somit weniger fersenlastig unterwegs zu sein!?

Vorfuss, Mittelfuss, oder Ferse. Richtig Laufen kann man lernen

Fussaufsatz und Geschlecht: Frauen sind „fersenlastiger“ unterwegs?!

Vorfuss, Mittelfuss, oder Ferse. Richtig Laufen kann man lernen

Schrittlänge und Körpergröße: Ja – je größer desto längere Schritte – wen wundert es!? Entsprechend ist somit auch die Schrittfrequenz höher bei kleinen Läufern

Vorfuss, Mittelfuss, oder Ferse. Richtig Laufen kann man lernen

Die Bremskräfte sind auf der Bahn bei gleicher Geschwindigkeit höher als auf der Straße oder beim Trail?! Zu berücksichtigen gilt, dass der Trailrunner bei gleicher Geschwindigkeit mit einer deutlich höheren Intensität unterwegs ist als der Läufer auf der Bahn oder der Straße.

runscribe-analytics-community4

Was interessiert euch? Welche Zusammenhänge sind euch wichtig?


Weitere RunScribe-Datenauswertungen finden sich unter den Heatmaps.

 

mehr Infos zur Lauftechnik:
LauftechnikLaufend Laufen in Dortmund


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